Laboruntersuchung

Vermisstes Baby: Das Warten geht weiter

Im Kriminalfall aus Renningen (Baden-Württemberg), um einen verschwundenen Säugling und eine gefundene Leiche, war für heute ein Ergebnis des DNA-Tests zur Klärung der Identität angekündigt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg teilten heute am Nachmittag gemeinsam mit: „Die abschließenden Ergebnisse der Obduktion und des DNA-Abgleichs stehen noch aus.“

Die Obduktion an dem am Freitag gefundenen toten Baby wurde gestern durchgeführt, um zweifelsfrei zu klären, ob es sich um den seit dem späten Donnerstagabend vermissten dreijährigen Säugling aus Renningen handelt, der nach Angaben der Mutter → aus dem Kinderwagen vor dem Haus verschwunden sei.

Aus der großangelegten Suchaktion nach dem kleinen Jungen wurde eine Todesermittlung, da trotz noch vieler offener Fragen die Vermutung laut den Ermittlern sehr nahe liegt, dass es sich bei dem gefundenen leblosen Säugling um das vermisste Kind handelt. Letzte Klarheit bringen nur die Ergebnisse der Obduktion und des DNA-Abgleichs.

Bei der Kriminalpolizei ist eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt wird.

Das Landeskriminalamt Bad-Württemberg hat inzwischen mit spezialisierten Verfahren Vermessungen am Leichenfundort durchgeführt und ein dreidimensionales Bild erstellt, um Abläufe rekonstruieren zu können. Aus solchen Daten lassen sich zusammen mit den gefundenen Spuren, den Ergebnissen der Befragung der Mutter, von Zeugen und den Bildern von Überwachungskameras, mindestens Hypothesen erstellen. Der nächste Schritt ist dann die gerichtsfeste Beweiskette.

Zur genauen Auffindesituation des toten Babys schweigt sich die Polizei „aus ermittlungstaktischen Gründen“ bislang aus.

(Titelfoto: Chaiyan Anuwatmongkolchai auf Pixabay)

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