Das am vergangenen Freitag in Renningen (Baden-Württemberg) gefundene tote Baby ist der von der Mutter am Tag zuvor vermisst gemeldete Säugling.
Die Leiche konnte über einen DNA-Abgleich zweifelsfrei identifiziert werden, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg am heutigen Nachmittag mitteilten.
Der kleine Junge wurde nur drei Monate alt. Gegen die 32-jährige Mutter wird jetzt wegen des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat ermittelt. Es gibt keine Hinweise auf eine Entführung.
Eine 13-köpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei, mit dem Namen “Wagen”, arbeitet weiter an der Aufklärung der genauen Umstände, die zum Tod des Säuglings führten.
Die Mutter hatte ihr Baby bei der Polizei am Donnerstag gegen 23:30 Uhr als vermisst gemeldet. Es sei angeblich aus dem Kinderwagen verschwunden, den sie vor ihrer Wohnanschrift abstellte, um Einkaufstüten hochzutragen. Am Freitag um 13:30 Uhr fanden Suchtrupps eine Leiche am Rankbach am Ortsrand von Renningen.
Ein schreckliches Ereignis, das anderseits Eltern in der Region aufatmen lässt, da offensichtlich kein Täter unterwegs ist, der fremde Babys entführt wie im → Fall aus Dänemark im März dieses Jahres.
Viele Bürger haben bereits Blumen, Kerzen und kleine Plüschtiere in der Nähe des Fundorts gebracht. Der Gemeinderat von Renningen hielt am Montag eine Schweigeminute für den tot aufgefundenen Säugling ab.
(Titelfoto: Symbolbild von Melanie auf Pixabay)
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