Süd-West-Park in Eschborn

Drogenhandel: Vermutungen alleine reichen nicht

Es wäre falsch die Beobachtungen von Bürgern im Süd-West-Park in Eschborn einfach vom Tisch zu wischen, aber es muss verifizierbare Fakten geben. Die Stadtpolizei und die Landespolizei nehmen die Hinweise ernst und bestreifen den Bereich regelmäßig, aber es gibt Probleme.

Die Polizei kann keinen Vorfall bestätigen, der aktuell zu einem Ermittlungsverfahren wegen → Drogenhandels in der dortigen Parkanlage geführt hat. Das gesamte Areal hat sehr viele nicht einsehbare Gebüschgruppen, gerade im hinteren Bereich entlang des Wegs von der Kleingartenanlage hoch zur Brücke in Richtung Arboretum.

Dort umfassend zu kontrollieren, obendrein bei Dämmerung oder Dunkelheit, geht nur zu Fuß. Und das ist eine Kapazitätsfrage im Präventivstreifendienst. Für die Eschborner Stadtpolizei ist es obendrein ein Thema der → Eigensicherung, aufgrund fehlender Ausstattung.


Verdacht auf Tierquälerei

Der letzte dokumentierte Vorfall im Süd-West-Park ereignete sich am 29. Juli. An diesem Dienstagabend sprach eine Frau die Streife der Stadtpolizei gegen 20:30 Uhr an und schilderte ihre Beobachtungen, dass dort zwei Männer häufiger Hunde ohne Leine laufen ließen und diese die Schwäne hetzten und angriffen. Sie hatte Videos davon gemacht und Fotos.

Ein direkt vor Ort angetroffener Beschuldigter behauptete umgekehrt, die Frau würde im Bereich des Parks Drogenhandel betreiben. Auch er hatte ein Foto gemacht, das aber nach Prüfung durch die Stadtpolizisten keine Straftat erkennen ließ.

Die Stadtpolizei leitete ihren Bericht samt Bildmaterial weiter. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, habe das zuständige Fachkommissariat der Kripo daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen → Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet, dieses läuft aktuell noch.