Zur Schießerei in Schwalbach am Taunus fließen die Informationen nur spärlich. Ermittlungstaktische Erwägungen und offensichtlich selbst noch viele Fragezeichen bei der Kriminalpolizei sind die Gründe.
Immerhin teilte Oberstaatsanwalt Dominik Mies auf weitere Nachfrage jetzt mit, dass wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt wird und das Opfer aus Solingen kommt. Das passt in der aktuellen öffentlichen Diskussion wie die Faust aufs Auge.
Zeugen hatten am späten Donnerstagabend, des 29. August, drei Schüsse in der Salzbornstraße gehört. Anschließend flüchteten mehrere Personen, teils mit einem Kleinwagen, teils zu Fuß. Eine Person landete verletzt im Krankenhaus. Im Januar 2023 wurde ebenfalls auf offener Straße scharf geschossen, der Täter war ein 17-Jähriger, das verletzte Opfer ein 19-Jähriger.
Schwalbach ist seit Jahren ein Kriminalitätsbrennpunkt auf verschiedenen Ebenen. Und das ausgerechnet in der persönlichen und politischen Heimatstadt der Bundesinnenministerin Nancy Faeser.
Die Hintergründe des aktuellen Falls bleiben zunächst im Nebel. Ob es um Drogenkriminalität, Familienstreitigkeiten oder was anderes ging, wäre mit dem momentanen öffentlichen Wissensstand reine Spekulation.
02.09.2024
Follow-up zur Schießerei in Schwalbach
Bei der bewaffneten Auseinandersetzung am vergangenen Donnerstag in Schwalbach am Taunus blieb zunächst die Frage offen, ob lediglich aus Schreckschusspistolen gefeuert wurde, oder ob es um eine andere Dimension geht.
Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Oberstaatsanwalt Dominik Mies teilte heute auf Nachfrage mit, dass mit scharfer Munition geschossen worden sei. Der Verletzte ließ seine Verletzungen in einem Krankenhaus behandeln.
Die Ermittlungen zum flüchtigen Tatverdächtigen dauern an. Warum wer auf wen in der eher ruhigen Wohngegend in der Salzbornstraße geschossen hat, auf diese Fragen gibt es derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine öffentlichen Antworten.
Aufgrund der aktuellen innenpolitischen Sicherheitslage hat eine Schießerei mit scharfer Munition am Wohnort der Bundesinnenministerin eine besondere Brisanz, selbst wenn es um eine Auseinandersetzung innerhalb von Milieus gegangen sein sollte.

30.08.2024
Drei Schüsse, mindestens ein Verletzter, viele Fragezeichen
Mindestens ein Mann ist am späten Donnerstagabend in Schwalbach am Taunus durch Schüsse verletzt worden.
Anwohner alarmierten gegen 22:15 Uhr die Polizei, weil sie schussähnliche Geräusche hörten. Bis zum Eintreffen der ersten Kräfte hatten sich schon alle Beteiligten entfernt. Nach Zeugenaussagen soll es eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gegeben haben. Nach den Schüssen sollen diese teils zu Fuß, teils in einem dunklen Kleinwagen geflüchtet seien. Die Hintergründe des Geschehens sind noch völlig offen.
Anwohner erzählten heute, es seien drei Schüsse gefallen, zu den Beteiligten konnten die einen nichts und andere wollten nicht sagen.
Einschüsse oder Markierungen der Spurensicherung sind nicht mehr zu sehen. Die Polizei macht aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben zu bislang schon bekannten Details. Grundsätzlich gilt: Ärzte sind verpflichtet die Behandlung von Schussverletzungen zu melden. Ob das im konkreten Fall weiterhelfen wird, ist unklar.
Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (06196) 2073–0 mit
der Kriminalpolizei in Sulzbach in Verbindung zu setzen.