Unter diesem Titel fand vergangene Woche eine Verteilaktion von Handzetteln in Eschborn statt. Das Staatsschutzkommissariat in Sulzbach hat den Fall übernommen.
Aus einem Mehrfamilienhaus in der Bremer Straße gibt es Videoaufzeichnungen die zeigen, wie ein mit einer Basecap gegen den Kamerablickwinkel getarnter Mann die Zettel in die Briefkästen steckt. Obwohl der Inhalt des beidseitig bedruckten und mit Grafiken angereichten DIN A4 Blatts sogenannte rechtsextreme Esoterik zum Inhalt hat, gab es keine gezielte Verteilung nur an deutsche Adressaten.
Im besagten Haus leben auch zahlreiche Personen und Familien mit Migrationshintergrund, gegen die sich große Teile des Textes richten, der Verteiler war wahrscheinlich sehr nervös und konnte nicht viel Zeit mit einer Namensselektion verlieren.
Weiterhin geht es in den Texten um Geschichtsrevision und Verschwörungstheorien, die sich unter → Antisemitismus zusammenfassen lassen. In Eschborn gibt es seit über einem Jahr ein → umfangreiches Problem mit diesem Themenfeld. Allerdings sind die antisemitischen Schmierereien und Aufkleberaktionen im öffentlichen Raum nach bisherigem Recherchestand dem linksextremen Spektrum zuzuordnen.
Wie viele Straßen von der aktuellen Handzettelaktion betroffen sind ist unklar. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilte, werde in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geprüft, ob eine strafbare Handlung vorliegt.
Da der Staatsschutz im Main-Taunus-Kreis nicht nur mehrere Fälle aus Eschborn zum Ermitteln auf dem Schreibtisch hat, wäre einer weniger sicherlich willkommen.