Die Gefahrenstelle im Krifteler Weg ist auch am dritten Tag morgens noch nicht ordentlich abgesichert. Es geht um die Sicherheit von Schulkindern auf ihrem täglichen Weg. Geboten wären Schrankenzäune wie auf dem Symbolfoto und nicht nur Flatterband.
Zur Klärung der Frage, was dort tatsächlich unter der Erde schlummert oder nicht, ist ein aktuelles Gutachten angeraten. Wie bereits → dargestellt liegen direkt unter der Heinrich-Graf-Sportanlage zwei alte Lehmgruben, die als Deponie auch für unklare Abfälle aus einem Chemieunternehmen genutzt wurden.
Die im Jahr 2020 von der Stadt Eschborn in Auftrag gegebene „Orientierende umwelttechnische Erkundung“ für das „Bebauungsplangebiet Nr. 247 Krifteler Weg“ umfasste nicht den Sportplatz, aber beinhaltete grob den Bereich, an dem die Stelle liegt, an der aktuell die Fahrbahn über einem großen Hohlraum eingebrochen ist. Die nächstliegenden Erdproben selbst wurden rund 30 Meter weiter auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei genommen.
Nach den Ergebnissen stellten die Gutachter leicht erhöhte Gehalte der Elemente Blei, Chrom, Nickel, Quecksilber, Zink und auch leicht erhöhte TOC-Werte (Belastung von Wasser mit organischen Kohlenstoffen) fest.
Wird der → Krifteler Weg zur Schadensbehebung aufgegraben, finden sich im günstigsten Fall nur Hohlräume und vielleicht weitere Devotionalien aus dem Dritten Reich. Der eine oder andere Eschborner Sammler würde den Bauarbeitern mehrere Kisten Bier ausgeben, wenn man ihn zuerst benachrichtigt.
Gutachten, die aus dem Eschborner Rathaus in Auftrag gegeben wurden, haben in der Vergangenheit auch schon zu interessanten Feststellungen im Nachhinein geführt, Stichwort Rathausabriss. Jetzt will aber niemand den vor fünf Jahren tätigen Fachleuten oder deren Geschäftsführern die sachliche Neutralität absprechen.
Kommentar:
Die schlampige Absicherung der Gefahrenstelle auf einem Schulweg muss man aber klar so benennen! Wir alle waren selbst neugierige Kinder und ein mysteriöses Loch lockt. Wenn der Rand weiter einbricht, sind mindestens Schürfwunden das Ergebnis. Offensichtlich interessiert das keinen Verantwortlichen.
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