Am Mittwochabend war Auftakt für die diesjährige Eschborner Open-Air-Konzertreihe „Summertime“. Die Band „80‘s Surprise“ ließ es mit Kult-Hits krachen und zog auch die junge Generation vor die Bühne. Selbst die Pfadfinder hatten mit bekannt großem Mitgliedereinsatz ihren Schaff, um den Getränkenachschub eines frühen Hochsommertags erfolgreich sicherzustellen.
Wer sich auf die Eröffnungsrede von Bürgermeister Adnan Shaikh gefreut hatte und extra ein paar Minuten vor 19:30 Uhr kam, fand sich bereits mitten im Konzert wieder. Der Rathauschef verlegte den in allen Programmen ankündigten Beginn des Abends einfach für sich nach vorne, denn er wollte noch noch zu einer Ausschusssitzung. Selbst in Wahlkampfzeiten kann man immer nur an einem Ort gleichzeitig präsent sein.
Um kurz vor 22 Uhr zündete das musikalische Abschlussfeuerwerk auf dem Eschenplatz mit über 1500 Besuchern:„In the Air Tonight“ von Phil Collins. Anschließend konnten sich nicht nur die vielen begeisterten Tänzer vor der Bühne den Schweiß von der Stirn wischen, sondern auch diejenigen, die täglich Intelligence Reports lesen. Glücklicherweise nutzte niemand mit seinem Fahrzeug die Sicherheitslücke auf der „Schwungroute“ von der Neugasse her kommend aus.

Die im vergangen Jahr von der Stadt extra gekauften Zufahrtssperren, um die öffentlichen Veranstaltungen gegen Fahrzeugeanschläge abzusichern, blieben im Lager. Stattdessen versperrte jeweils ein Bauhof-Lkw die Zufahrten von der Hauptstraße und aus der Oberortstraße. Auf der Westerbachbrücke am Beginn der Neugasse standen zwei mit Wasser gefüllte sogenannte „Intermediate Bulk Container“ (IBC).
Leider war kein Zapfhahn für die durstigen Besucher daran montiert, damit die kleinen Plastikcontainer wenigstens irgend einen Nutzen gehabt hätten. Für den Terrorschutz waren diese jedenfalls weder zertifiziert, noch richtig aufgestellt, von der Lücke ganz zu schweigen. Im Anschlagsfall hätte es zahlreiche Personenschäden gegeben.
Aber wie es immer in solchen Fällen ist, so lange nichts passiert, interessiert es im Nachhinein niemanden mehr. Auf jeden Fall bleibt der tolle Musikabend mit vielen Gesprächen und guter Laune in Erinnerung, bei tatkräftiger Bewirtung durch die Pfadfinder Sankt Georg.
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