Obwohl Steinbach am Taunus, die kleine Nachbarkommune zum Wirtschaftsstandort Eschborn, nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügt, war das Stadtfest für die Bürger an diesem Wochenende vorbildlich abgesichert.
Ein wichtiger Punkt ist die teilweise anderenorts vernachlässigte Lücke zwischen Zufahrtssperre und Häuserwand, der Bürgersteig. Das fiel in Eschborn eine Woche zuvor beim “Eschathlon”, dem jährlichen Halbmarathon und Stadtlauf für alle Alters- und Leistungsklassen, negativ auf. Da wäre jeder Pkw durchgekommen und hätte bis zu den Teilnehmern und Zuschauern noch mal ordentlich beschleunigen können.

Für das relativ kleine Stadtfest in Steinbach konnte man im Vorfeld von einer niedrigen Gefährdung durch politisch motivierte Anschläge ausgehen. Davon unberührt sind die leider inzwischen weltweiten Fälle, in denen jemand seine persönlichen Probleme und die psychische Störung an anderen auslassen will.
Die Hauptfestmeile in der Bahnstraße war an beiden Enden lückenlos bis auf den Bürgersteig durch Zufahrtssperren abgesichert. In den Seitenstraßen standen Lkws quer, einschließlich der Feuerwehr. Im Festbereich selbst patrouillierte abends während des Konzerts ein vierköpfiges Sicherheitsteam plus Einsatzleiter, ein robustes Eingreifen gegen Störer wäre möglich gewesen, war aber glücklicherweise nicht erforderlich.
Die nächste Stufe des Grundschutzes für Feste und Veranstaltungen wird der Einsatz von Störsendern, sogenannten Jammern sein, um einen Anschlag durch handelsübliche (Hobby)Drohnen abzuwehren. Aber bis sich das durchsetzt, muss es erst zu Vorfällen kommen. Der Ratschlag von Sicherheitsexperten zu diesem Thema verhallt vorerst im Wind.