Wenn nächste Woche die Kinder zurückkehren in die Grundschule Süd-West und die Erstklässler einen neuen Lebensabschnitt dort starten, sind die jüngsten Vorkommnisse für viele wahrscheinlich bereits vergessen. Aber der Fall ist längst noch nicht abgeschlossen und das eigentliche Problem nicht gelöst.
Nach derzeitigen Erkenntnissen drangen zehn Personen am Wochenende 09. bis 11.08. in die Grundschule ein und verwüsteten mehrere Räume. Sie beschmierten Wände und Böden mit Graffiti, entleerten einen Feuerlöscher und schlitzten Sitzsäcke auf.
Die Täteranzahl basiert auf den Aussagen eines Zeugen, der momentan für weitere Befragungen nicht verfügbar ist.
Auch wenn nach Polizeiangaben ein geöffnetes Fenster mit hoher Wahrscheinlichkeit den Vandalen den Zugang ermöglichte, laufen die Ermittlungen zu der Hypothese mit einem eventuell genutzten Schlüssel für das Schulgebäude weiter. Die Überprüfung läuft noch, ob jemand seinen Schlüssel verloren hat. Daran schließt sich die Frage nach der korrekten Programmierung der Alarmanlage an.
Das eigentliche Problem besteht weiter
Und weil die Täter sicherlich nicht extra aus der Ferne anreisten, dürften sie sich auch weiterhin im Umfeld tummeln. Fazit: Der Objektschutz für die Süd-West Schule und auch für andere Schulgebäude ist ein wichtiges Thema. Die Rufe nach der zusätzlichen Bestreifung durch die Eschborner Stadtpolizei sind ein Strohfeuer.
Die Eschborner Stadtpolizei hat überhaupt nicht die personellen Kapazitäten, um dauerhaft regelmäßige Objektschutzmaßnahmen für alle möglichen Gebäude sicherzustellen. Hinzu kommt, dass die Schulen unter der Verwaltung des Landkreises stehen. Als Ergänzung zu den technischen Maßnahmen bliebe deshalb der Einsatz eines gewerblichen Sicherheitsdienstes.
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